Marae sind heilige, offene Tempelplätze der alten indigenen Polynesier, der Mahoi, auf den Inseln Raiatea und Tahiti, die beide zu Französisch-Polynesien gehören. Es sind zumeist rechteckige Plattformen aus Korallensteinen mit Altären für Rituale, Opfer und Versammlungen von Häuptlingen (ca. 1000–1800 n. Chr.). Um die eigentlichen Marae herum finden sich manchmal weitere kleinere Marae oder Gebäude oder Schutzmauern.
Das Taputapuatea Marae bei Opoa auf der Insel Raiatea ist das wichtigste polynesische Heiligtum (UNESCO-Weltkulturerbe seit 2017), entstanden um 1000 n. Chr. und jahrhundertelang in Betrieb und war das politisch-religiöses Zentrum der Ostpolynesier.
Das Arahurahu Marae in Paea auf der Insel Tahiti ist das größte und best restaurierte seiner Art. Es wurde 1953 auf einer Originalanlage aus dem 17.–18. Jahrhundert wiederaufgebaut. Es diente als kulturelles Zentrum für Zeremonien.
Das Tehurui Marea bei Tumaraa auf der Insel Raiatea ist ein sehr großes, langgezogenes, aber weniger dokumentiertes Marae nahe der Lagune aus der Zeit vor der europäischen Ankunft (ca. 1200–1700 n. Chr.) und ist typisch für viele kleinere, lokale Kultstätten mit Korallenstruktur inmitten tropischer Umgebung. Es befindet sich im Hintergarten einer Kirche nahe an der Küste und hat so die Wirren der Zeit überlebt.
Das Papenoo Marae im oberen Papenoo-Tal auf der Insel Tahiti ist Teil eines weitläufigen archäologischen Komplexes mit zahlreichen verstreuten Plattformen aus Basaltstein, die aus der Zeit vor der europäischen Entdeckung (ca. 1200–1700 n. Chr.) stammen. Es liegt abgelegen im dicht bewaldeten Hochland entlang des Flusses und war ein bedeutendes religiöses Zentrum der Talbevölkerung der Maori-Kultur.
Auf Tahiti erstreckt sich die Route de Traverse (RT 20) quer durch das Landesinnere und verbindet die Nord- und Südküste über tropischen Regenwald. Die Strecke quer durch das Inland von Tahiti ist nur mit Geländewagen und erfahrenen Führern zu bewältigen.

Entlang dieser Strecke liegen mehrere alte polynesische Marae, heilige Plattformen der Maohi-Kultur aus vorkolonialer Zeit; das Marae Arahurahu bei Kilometer 19 („PK 19“) der Route 20 an der Küste, das Marae Ta’ata bei PK 19 in Paea auf der Bergseite gelegen, vereint dieser königliche Komplex drei Plattformen für verschiedene Häuptlinge. Für diesen Ort sind frühere Menschenopfer belegt, typisch sind die sehr alten Buckelsteine; Das Marae Mahaiatea, bei PK 39 gelegen, gilt als zentraler, bedeutender Kulturort auf Tahiti mit einer mehrstufigen Plattform aus dem 17. Jahrhundert. Das Marae Toomaru Vaiotea bei PK 9 im Papenoo-Flusstal nahe Papenoo im tropischen Regenwald gelegen, ist dieser Komplex aus dem 12. Jahrhundert mit rund 15 Plattformen aus Basalt- und Korallensteinen Vaituoru-Flussufer erreichbar.
Die indigenen polynesischen Mahohi machen 78% der 190.000 Einwohner von Französisch-Polynesien aus, auf Tahiti mit 190.000 Einwohnern liegt der Anteil etwas höher bei 83%, auf Raiatea mit 13.000 Einwohnern im Landesdurchschnitt. Der Anteil der Maori sinkt ganz langsam durch Zuwanderung aus Europa und Asien. 11% der Einwohner von Französisch-Polynesien sind Europäer, 4% Asiaten und 2% Mischlinge. Auf Tahiti sind die indigenen Maohi heute fast ausschließlich Christen, mit einem klaren Übergewicht der Protestanten . Detaillierte Aufschlüsselungen speziell für die Maohi auf Tahiti fehlen aber. Die Evangelische Kirche der Maòhi (tahitianisch: Ètārētia Porotetani Māòhi) geht auf die Londoner Mission im 19. Jh. zurück und wurde 1962 unabhängig. Die Gottesdienste finden in der tahitianischen Sprache (Reo Mā’ohi oder Reo Tahiti) statt, in der Hauptstadt Papetee und urbanen Zentren wird der Gottesdienst teilweise ins Französische übersetzt.
Französisch-Polynesien besteht aus 70 bewohnten Inseln, zwei Drittel leben auf Tahiti, daneben haben vier Inseln mehr als 10.000 Einwohner, (absteigend): Moorea, Bora Bora, Raiatea, die alle zu dem Archipel der Gesellschaftsinseln mit insgesamt 235.000 Einwohnern auf 14 Inseln gehören.
- Evangelische Kirche der Maohi in Uturoa, Raiatea
- Evangelische Kirche der Maohi in Uturoa, Raiatea
- Arahurahu Marea (Tempelplatz), Paea, Tahiti
- Arahurahu Marea (Tempelplatz), Paea, Tahiti
- Arahurahu Marea (Tempelplatz), Paea, Tahiti
- Arahurahu Marea (Tempelplatz), Paea, Tahiti
- Papenoo Marae Marae (Tempelplatz), am Fluss Paponoo, Tahiti
- Papenoo Marae Marae (Tempelplatz), am Fluss Paponoo, Tahiti
- Papenoo Marae Marae (Tempelplatz), am Fluss Paponoo, Tahiti
- Papenoo Marae Marae (Tempelplatz), am Fluss Paponoo, Tahiti
- Papenoo Marae Marae (Tempelplatz), am Fluss Paponoo, Tahiti – Mein Führer
- Taputapuatea Marea (Tempelplatz), Opao, Raiatea, Französisch Polynesien, Foto von Pierre Lesage 2012 A
- Tehurui Marea – Kirche davor
- Tehurui Marea – Kirche davor
- Tehurui Marea (Tempelplatz), Tumaraa, Raiatea, Französisch Polynesien
- Tehurui Marea (Tempelplatz), Tumaraa, Raiatea, Französisch Polynesien
- Tehurui Marea (Tempelplatz), Tumaraa, Raiatea, Französisch Polynesien
- Tehurui Marea (Tempelplatz), Tumaraa, Raiatea, Französisch Polynesien
- Tehurui Marea (Tempelplatz), Tumaraa, Raiatea, Französisch Polynesien – Mein Führer



















