Meldung des Magazins „Business & Diplomacy“ für Außenwirtschaft

(von links) Botschafter Dr. Wolfgang Manig, Thomas Schirrmacher, Urs Unkauf, Michael Schumann, Parvis Yazdani © BQ
Das Deutsch-Aserbaidschanische Forum (DAF) lud zum Frühlingsempfang in die QGallery in Berlin ein. Den Auftakt bildete die Begrüßung durch den Vorstandsvorsitzenden des DAF, Urs Unkauf, der die Bedeutung des Forums als Plattform für den Dialog zwischen Deutschland und Aserbaidschan hervorhob. In seiner Ansprache unterstrich er das Ziel, die Aktivitäten des Forums weiter zu intensivieren sowie konkrete Projekte und Initiativen aus Aserbaidschan in Deutschland sichtbar zu machen. Michael Schumann, Vorsitzender des Kuratoriums des DAF und Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA), betonte in seinem Grußwort die wachsende wirtschaftliche und geopolitische Bedeutung des Südkaukasus sowie die Rolle des Forums als Brücke der Verständigung zwischen beiden Ländern.

Der Präsident von Aserbaidschan und Thomas Schirrmacher, im Hintergrund der Russisch-Orthodoxe Patriarch (2019) © IIRF/Esther Schirrmacher
Einen inhaltlichen Impuls setzte Botschafter a. D. Dr. Wolfgang Manig, der von 2019 bis 2022 als deutscher Botschafter in Baku amtierte und dem Kuratorium des Forums angehört. In seinem Beitrag ging er auf die Bedeutung des Nowruz-Festes, das für Harmonie und Neubeginn steht, und auf die Perspektiven der deutsch-aserbaidschanischen Beziehungen ein.
Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit setzte Erzbischof Prof. Dr. Dr. Thomas Schirrmacher, Generalsekretär a. D. der Weltweiten Evangelischen Allianz und Mitglied des Kuratoriums des Deutsch-Aserbaidschanischen Forums. Er würdigte die Bedeutung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs sowie die wichtige Rolle Aserbaidschans für gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit.
Ergänzung von Bonner Querschnitte
Schirrmacher war an zahlreichen globalen interreligiösen Dialogkonferenzen beteiligt, die Aserbaidschan organisierte, vor allem in Baku. Er half eine entsprechende Konferenz im Jahr 2018 im Berliner Hotel Adlon zu organisieren und half im Jahr 2017 die ökumenischen Begegnungen von Papst Franziskus in Baku vorzubereiten, wo er den Papst begleitete. (https://islam.de/30524.php)

Papst Franziskus und Thomas Schirrmacher in Baku (2017) © ISHR/Martin Warnecke
Dazu arbeitete er mehrfach eng mit Scheich-ul-Islam Allahshukur Pashazade zusammen, der Präsident des Obersten Religiösen Rates der Kaukasusvölker ist, das sunnitische und schiitische Muslime aus Aserbaidschan, Georgien, Dagestan und anderen Nordkaukasus-Regionen repräsentiert, so etwa in Riyad in Saudi Arabien.

Scheich-ul-Islam Allahshukur Pashazade und Thomas Schirrmacher in Riyyad, Saudi Arabien (2022) © IIRF/Thomas Schirrmacher
Schirrmacher nahm zudem kürzlich in Jerusalem anlässlich des 70-jährigen Jubiläums der Europäischen Rabbinerkonferenz an einer Podiumsdiskussion mit dem Exekutivdirektor des Baku International Centre for Multiculturalism, Dr. Ravan Hasanov, aus teil. (https://bonner-querschnitte.de/?p=12195)

Thomas Schirrmacher wird vom Präsidenten des CER, Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (links), angesprochen, siehe auch (von links nach rechts) den Minister für Multikulturalismus aus Aserbaidschan, den israelischen Kulturminister und Gady Groning, CEO des CER © ISHR/Martin Warnecke